Standesamtliche Trauung – Lästige Pflicht oder zeremonieller Akt?

Die Hochzeitsbloggerin Anne für Sie im Experteninterview mit der Hochzeitsplanerin Melanie Sträßle zum Thema: Standesamtliche Trauung – Lästige Pflicht oder zeremonieller Akt?

Hochzeitsbloggerin Anne: Bei dem Wort „Standesamt“ denken viele Brautpaare an ein muffiges Amtszimmer. Ist das berechtigt?

Melanie Sträßle: Absolut nicht! Viele historische Rathäuser verfügen über wunderschöne Trauzimmer und bieten somit einen stilvollen Rahmen für Trauungen. Ich denke da beispielsweise an den Römer in Frankfurt, der bei Heiratswillige weit über das Rhein-Main-Gebiet und Hessen hinaus ein beliebter Ort für das Ja-Wort ist.

Hochzeitsbloggerin Anne: Kann man ausschließlich im Rathaus bzw. Verwaltungsgebäuden standesamtlich heiraten?

Melanie Sträßle: Nein, was die Örtlichkeiten angeht, ist die Auswahl inzwischen um einiges größer geworden. Da Brautpaare heutzutage zunehmend auf den kirchlichen Segen verzichten, ist die standesamtliche Eheschließung mehr in den Fokus gerückt und bei vielen Hochzeiten der einzige zeremonielle Akt.

Darauf haben sich bereits zahlreiche Standesämter eingestellt und Außenstellen in Schlössern, Burgen oder Gutshöfen eingerichtet, in denen man teilweise im Anschluss gleich feiern kann. Auch so genannte Ambiente-Trauungen an besonderen Orten der Region zählen mittlerweile zum Angebot vieler Standesämter. Die hessische Landeshauptstadt ist besonders kreativ. Dort kann man an ausgewählten Terminen im Jahr unter anderem in einer Bergbahn in Wiesbaden den Bund fürs Leben schließen.

Hochzeitsbloggerin Anne: Das heißt ich kann mir den Standesbeamten auch in meine Hochzeitslocation oder auf eine grüne Wiese bestellen?

Melanie Sträßle: Naja, ganz so einfach ist es leider doch nicht. Voraussetzung ist immer, dass es sich um ein offizielles, vom Standesamt anerkanntes Trauzimmer handelt. Zudem muss ein angemessener Rahmen gewährleistet sein. Meistens schließt dies eine Zeremonie unter freiem Himmel aus, aber die Entscheidung obliegt dem jeweiligen Standesbeamten. Somit gibt es natürlich auch Ausnahmen (grinst). In einem traumhaft idyllischen Hofgut im Rheingau finden die standesamtlichen Trauungen bei Sonnenschein regelmäßig im Innenhof statt im eigentlichen Trauzimmer statt.

Hochzeitsbloggerin Anne: Das klingt toll. Aber was mache ich wenn mein zuständiges Standesamt nicht so flexibel ist?

Melanie Sträßle: Keine Sorge, Du bist nicht an Deinen Heimatort gebunden. Lediglich die Anmeldung zur Eheschließung muss in der Stadt erfolgen, in der Braut oder Bräutigam ihren Haupt- oder Zweitwohnsitz haben. Von dort werden die Unterlagen dann an das trauende Standesamt weitergegeben.

Wünschen auch Sie sich Tipps zum Thema standesamtliche Heirat und sind noch auf der Suche nach Ihrem Traumort zur Trauung rund um Frankfurt, Wiesbaden, Mainz oder Darmstadt? Unterstützung erhalten Sie bei Hochzeitsplanerin Melanie Sträßle.

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