Thüringen
Thüringen war einst das Armenhaus Deutschlands. Die bergige und waldreiche Landschaft ließ eine extensive Landwirtschaft kaum zu, die Menschen lebten von Heimarbeit. Löffelschnitzer wurde sie verächtlich genannt. Heute definiert sich der Freistaat als „Deutschlands starke Mitte“. Zum Wirtschaftsfaktor Natur und Erholung kam die Umgestaltung von Autoindustrie, Optik und Elektronik sowie die der Pharmabranche hinzu. Das hat auch den Hochschulen in Gera, Jena und Erfurt Auftrieb verschafft. Wer über Kultur in Thüringen spricht, denkt sofort an Goethe und Bach, an Schiller und Wieland und dann zwangsläufig an die Wartburg und die Stadt Weimar.
