Rheinland-Pfalz
Das Bundesland Rheinland-Pfalz, im Südwesten der Bundesrepublik, hat mehr als vier Millionen Einwohner von denen knapp ein Viertel in den großen Städten wohnt. Landeshauptstadt ist Mainz. Im Land zwischen Westerwald, Trier und südlicher Weinstraße gibt es zahlreiche sehr alte, traditionsreiche Städte, die eng mit der deutschen Kirchengeschichte verbunden sind, wie Worms, Trier oder Koblenz. Obwohl Rheinland-Pfalz über eine leistungsstarke Industrie − u. a. in den Städten Kaiserlautern und Ludwigshafen − verfügt, steht es in Deutschland vor allem für Weinanbau und Sektkellerei, die hier eine lange Tradition haben. Umrahmt von Schlösser und Burgen sind die Anbaugebiete der Winzer beliebte Ausflugs- und Urlaubsorte, nicht nur für Weintrinker.
Saarland
Das kleine Saarland im Südwesten der Bundesrepublik mit seiner Landeshauptstadt Saarbrücken und mit etwas mehr als eine Millionen Einwohner weist eine Reihe historischer Besonderheiten auf. 1920 entstand das „Saargebiet“ als politische Einheit mit engen sprachlichen und kulturellen Bindungen zum französischen Lothringen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Saargebiet eine autonome Region, bis 1955 bei einer Volksabstimmung die Mehrheit der Bevölkerung für einen Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland votierte. Das Saarland gehört erst seit 1957 politisch und seit 1959 wirtschaftlich zu Bundesrepublik Deutschland. Die mentalen, sprachlichen und kulturellen Bindungen zu Frankreich bestehen aber weiter und werden gepflegt.
