Einladungskarten zur Hochzeit formulieren und gestalten aber wie?

Die perfekte Einladung zur Hochzeit – Was sollte ich meinen Gästen mit auf den Weg geben?

Die Hochzeitsbloggerin Anne für Sie im Interview mit der Hochzeitsplanerin Melanie Sträßle!

Die Hochzeitsbloggerin Anne: „Ohne Einladung keine Hochzeitsfeier. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass dieses Thema von vielen Brautpaaren eher als lästige Pflicht wahrgenommen wird?“

Melanie Sträßle: „Naja, vermutlich liegt es daran, dass für die Einladung einige Vorbereitungen erforderlich sind, die eher mühselig sind und Konfliktpotenzial bergen können. Insbesondere die Entscheidung „wen laden wir ein?“. Ist das – hoffentlich einvernehmlich – geklärt müssen die Adressen der potenziellen Gäste zusammengesucht und ein Text überlegt werden. Im Vergleich zu anderen Planungsaktivitäten, wie der Ausarbeitung von kreativen Dekorationskonzepten oder der Speisenzusammenstellung für das Hochzeitsbuffet, ist der Spaßfaktor natürlich nicht ganz so hoch.“

Die Hochzeitsbloggerin Anne:Aber die Auswahl der passenden Karte ist doch eine schöne Aufgabe. Welche Möglichkeiten gibt es dabei eigentlich?“

Melanie Sträßle: „Für Mottohochzeiten oder Brautpaare, die besonders viel Wert auf einen roten Faden bei der visuellen Gestaltung ihrer Hochzeit legen, empfehle ich individuelle Motive. Ein Grafiker entwirft das Design also auf Basis der Kundenwünsche. Die Karten werden dann entweder maschinell gedruckt oder sogar per Hand hergestellt, so dass jedes Stück ein Unikat ist. Wem das zu aufwendig oder zu teuer ist, der kann im Internet auf eine riesige Auswahl an „fertigen“ Modellen zurückgreifen. Viele Hersteller bieten inzwischen auch Konfiguratoren an, über die der gewünschte Einladungstext direkt online eingegeben werden kann. Das heißt man spart sich eine separate Druckerei und bekommt die Karten bereits (fast) versandfertig geliefert.“

Die Hochzeitsbloggerin Anne: „Zurück zum Pflichtteil. Welche Tipps hast du für den Text?“

Melanie Sträßle: „Zuallererst kommen die vier w´s, also wer, was, wann und wo. Auf das fünfte w (wieso)darf man bei einer Hochzeitseinladung natürlich verzichten. Obwohl ich mir auch folgenden Text gut vorstellen könnte: Wir heiraten am tt.mm.jjjj um xx:xx Uhr in der …Kirche weil wir Steuern sparen möchten  Aber Spaß beiseite! Wichtig ist auch, dass man den Gästen mitteilt, um was für eine Art von Trauung – also kirchlich, standesamtlich oder frei – es sich handelt, sofern das nicht deutlich aus der Adressangabe hervorgeht. Denn dies hat unter Umständen Auswirklungen auf die Kleiderwahl der Damen. In der Kirche sollte man die Schultern ja immer bedeckt halten. Auch ein Hinweis darauf, dass die Zeremonie bei schönem Wetter open-air stattfindet, kann in Bezug auf die passende Festgarderobe nützlich sein.“

Die Hochzeitsbloggerin Anne: „Ok, die Gäste wissen jetzt also wann sie wo erscheinen sollen. Was dann?“

Melanie Sträßle: „Jetzt sollte man den Gästen mitteilen wozu genau man sie einlädt. Nur zur Trauung? Eventuell mit anschließendem Sektempfang? Oder auch zur Hochzeitsfeier? Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, rate ich dem Brautpaar sehr eindeutig zu formulieren für was die Einladung gilt. Kein Arbeitskollege ist böse, wenn er nur in die Kirche kommen darf. Aber ein Missverständnis kann für beide Seiten peinlich enden. Den Gästen der Hochzeitsfeier teilt man an dieser Stelle die Adresse der Location mit. Wenn Trauung und Feier unter einem Dach stattfinden, sollte das Brautpaar explizit darauf hinweisen. Zum einen damit deutlich wird, dass die Einladung die Trauung und Feier umfasst, zum anderen damit die Gäste wissen, dass Sie keine Gelegenheit haben zwischenzeitlich nach Hause oder ins Hotel zu fahren.“

Die Hochzeitsbloggerin Anne: „Ah, da sind wir schon beim Thema Tagesablauf. Was meinst du, sollte man den Gästen das Programm vorab mitteilen oder müssen sie sich überraschen lassen?“

Melanie Sträßle:Das kommt darauf an, ob der genaue Ablaufplan zum Zeitpunkt der Einladung schon feststeht und ob die Karte ausreichend Platz bietet. Generell halte ich es für sehr gastfreundlich grobe Anhaltspunkte zum Ablauf schon vorab weiterzugeben. Besondere Highlights wie musikalische Einlagen, Unterhaltungsprogramme oder ein abendliches Feuerwerk sollten natürlich eine Überraschung bleiben. Die beste Lösung ist es meines Erachtens den Gästen, die bereits zugesagt haben, im Nachgang detailliertere Informationen zusenden – per Post oder auch per E-Mail.“

Die Hochzeitsbloggerin Anne:Jetzt hast du mir wieder ein gutes Stichwort gegeben: die Rückmeldung. Welche Frist empfiehlst du und wie sollte die Antwort erfolgen?“

Melanie Sträßle: „Die Wahl der Rückmeldefrist hängt davon ab wieviel Zeit zwischen Einladung und Hochzeit liegt und ob vorab schon eine Save-the-Date-Karte versendet wurde. Kennen die Gäste den Termin bereits und/oder bleibt bis zum großen Tag nicht mehr viel Zeit, rate ich zu einer Frist von maximal einem Monat. Denn das Brautpaar benötigt ja Planungssicherheit. Bitte nicht vergessen auch die voraussichtliche Druck- und Versandzeit bei der Wahl des Termins einzukalkulieren.

Der klassische Weg für die Rückmeldung der Gäste sind Antwortkarten. Die meisten Hersteller bieten komplette Kartenserien an, so dass in der Regel eine Antwortkarte passend zum Motiv der Einladung erhältlich ist. Ich rate meinen Kunden aber immer die Gäste per E-Mail antworten zu lassen. Zum einen ist das auch für den Eingeladenen bequem, da er keine Briefmarke besorgen muss, zum anderen kann man so die E-Mailadressen aller Gäste sammeln, um nachträglich weitere Informationen zu versenden. Falls beispielsweise die Großeltern kein E-Mail-Konto haben, wissen sie sich sicherlich zu helfen und melden sich dann eben telefonisch.“

Die Hochzeitsbloggerin Anne: „Gibt es zum Abschluss weitere Themen, die das Brautpaar auf der Einladung ansprechen sollte?“

Melanie Sträßle: „Empfehlenswert ist es den Gästen einen Hinweis zur Bekleidung zu geben. Auch wenn es keinen bestimmten Dresscode gibt sollte man das kommunizieren, so spart man sich Rückfragen und die Gäste wissen, dass sie freie Wahl haben.

Gleiches gilt für die Geschenke. Um auf Geldwünsche hinzuweisen findet man im Internet einige witzige Reime, wie zum Beispiel: „Wir haben nicht nur Tisch und Bett, auch unser Haushalt ist komplett. Drum müsst ihr euch die Stirn nicht runzeln, lasst lieber unser Sparschwein schmunzeln.“

Hat das Brautpaar ein Abrufkontingent in einem Hotel reserviert, so kann es den Gästen bereits auf der Einladung die Kontaktdaten, das Buchungsstichwort und die Frist mitteilen. Auch für Hotelinformationen bietet sich aber ein nachträgliches Rundschreiben per E-Mail an die Gäste an, die bereits zugesagt haben.

Insbesondere wenn ein Hochzeitsmenü serviert wird, müssen etwaige Sondergerichte rechtzeitig eingeplant werden. Daher sollte man die Gäste bitten bei der Rückmeldung anzugeben, ob sie beispielsweise vegetarische, vegane, glutenfreie oder schwangerschaftskompatible Speisen wünschen.

Falls ein Brautpaar ohne Kinder feiern möchte, ist es ratsam dies in der Einladung eindeutig zu formulieren. Auch einen solchen Wunsch kann man sehr gut in einen lockeren Spruch verpacken, zum Beispiel: „Eure Kinder sind echt nett, doch gehören sie früh ins Bett. Damit ihr lang mit uns feiern könnt, sei uns ein Tag ohne die Kleinen gegönnt.“

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